Samstag, 27. Oktober 2012

Mein früheres Leben - endlich Infos!

Mittwoch, 24. Oktober 2012

Freitag, 19. Oktober 2012

Vorgespräche für Therapie


Sehr geehrter Herr Dr. H,

ich war bereits zum Vorgespräch bei Ihnen in der Klinik. Ich habe Probleme aus dem Haus zu gehen und brauche Begleitung oder Tavor. Oder beides.
Ich war nur ein paar Minuten zu spät, ich habe 11 euro für ein Taxi bezahlt, damit wir pünktlich da sind. Die Baustelle an der Silberhornstrasse hat uns viel Zeit gekostet.
Ich war da und wollte alles mit Ihnen besprechen. Doch Sie haben mir keinen Raum gegeben Fragen zu stellen oder von meiner Seite etwas anzusprechen, was ich vorhabe und was meine Ziele sind. Sie haben nur meinen Brief zur Kenntnis genommen statt darüber zu diskutieren.
Eigentlich haben die Ärzte in Werneck versucht eine Direktverlegung in die Menterschwaige zu veranlassen, doch Herr Gussek wollte unbedingt ein Vorgespräch und dass ich nach Hause entlassen werde.
Ich bin jetzt 2 Wochen zuhause und habe Probleme mit meinem Alltag. Die Depressionen und Antriebsstörungen sind so massiv, dass ich ohne Hilfsmittel nicht mal den Haushalt hinbekomme. Ich nehme zur Zeit 1,25 mg Tavor am Tag. Ich brauche das um einsatzfähig zu sein. Ich habe schlimme Probleme mit den Nerven und bin stark behindert und ich leide. Ich leide sehr. Ich möchte gerne mein Leben ohne Tavor auf die Reihe kriegen und eine Gelassenheit finden. Ohne Drogen, Alkohol oder Benzos. Deshalb will ich in Ihre Klinik. In der Klinik bekomme ich Essen und muss mich nicht um Einkaufen, Kochen und Abwasch kümmern.
Ich will mich stark auf die Therapien konzentrieren und in die Tiefe gehen, um die Ursachen für meine Blockaden zu finden. Warum sehe ich alles so negativ und bin wie gelähmt statt meine Sachen zu machen?
Ich will gerne Schmuck basteln und meine Dawanda-Shop aufbauen. Unten ist der Link bitte sehen Sie es sich an, ich habe schon eine Woche daran gearbeitet.
Ausserdem will ich weiterhin Fremdsprachenunterricht geben, bevorzugt online, weil Hausbesuche mich überfordern, Ich habe wie gesagt, Probleme aus dem Haus zu gehen. Es kommt mir sehr entgegen, dass es in der Menterschwaige üblich ist, Patienten mit Begleitung wegzuschicken. Vielleicht schaffe ich es sogar noch mal zum Zahnarzt. Davor habe ich wieder panische Angst, mir ist ein Zahn abgebrochen und eventuell muss der Wurzelrest entfernt werden oder eventuell mit einem Stift ein neuer Aufbau gemacht werden.
Ich habe vor vielem Angst. Beim Radfahren vor Unfällen. Ich bin mal vor einigen Jahren in eine plötzlich geöffnete Autotür gefahren und habe mir die Hand gebrochen. Das war sehr schmerzhaft und traumatisch für mich. Seitdem habe ich Angst beim Fahrradfahren.
Ausserdem habe ich Angst vor der Angst und diffuse Angst, einfach eine generalisierte Angststörung wo es keinen Bezug zu gar nichts gibt. Ich habe Panikattacken, die ohne Tavor vier Stunden dauern können und ich muss unbedingt lernen, das mental zu steuern. In heiligenfeld habe ich Material für 3 bis 4 Methoden bekommen, das müsste ich üben. Dafür fehlt mir der Antrieb.
Ich habe Übergewicht. Ich wiege 87 Kilo bei einer Grösse von 1,54 m und bin damit sehr unglücklich. Ich habe eine Crosstrainer in meiner Wohnung stehen. Zum trainieren fehlt mir wieder der Antrieb.
Ich habe starke Inkontinenz und muss oft die Einlagen wechseln. Auch ein Grund warum ich ungern das Haus und meine Windelpackung verlasse. Ich habe Kugeln, mit denen man den Beckenboden trainieren kann. Doch leider, ja, es fehlt mir wieder der Antrieb.
Was ist mit mir passiert? Woher kommen diese Blockaden und das unermessliche Leid? Dieser starke negative Druck ist sehr schwer auszuhalten. Ist es Suchtdruck? Verlangt mein Körper das Tavor?
Ich schreibe Ihnen hier von meinen Problemen, weil Sie mir bei unserem Termin nicht zuhören wollten, Sie hatten leider nur sehr wenig Zeit und das Gespräch war schon beendet bevor ich noch irgendetwas von meiner Seite zum Thema machen konnte.
Ich habe grosse Freude an meinem Dawanda Shop, endlich ein Portal wo alle meine Sachen hinpassen. Ich freue mich schon darauf etwas zu verkaufen. Das gibt mir Hoffnung für die Zukunft.
Ausserdem unterrichte ich sehr gerne, bekomme Geld dafür und habe eine sinnvolle Aufgabe. Ich habe damit eine Arbeit und immer wieder eine Herausforderung an der ich wachsen kann.
Ich brauche lediglich mehr Stabilität und will die Depressionen endlich überwinden. Das geht nun schon seit 5 Jahren, dass ich kein wirksames Antidepressivum finde und nichts hilft ausser Tavor. Fluoextin ist unpassend, leider. Ich möchte gerne weg von dem Zyprexa und schaffe es nicht. Das verdammte Zyprexa ist schuld an meinem Übergewicht.
Denken Sie nicht auch, dass es sinnvoll und nötig ist, dass ich bei Ihnen in der Klinik Menterschwaige Therapie mache? Mindestens drei Monate. bzw. dann wenn ich es schaffe alleine irgendwohinzufahren ohne Begleitung und ohne Tavor, dann könnte man so eine Art Arbeitserprobung machen und ich versuche nach etwa 2 Monaten Hausbesuche bei meinen Kunden zu machen. Das wäre schön, den ich finde es spannend wie und wo die Leute wohnen.
Ausserdem liegen Klienten auf Eis, die mit mir bei mir zuhause Kreatives Training machen wollen. Nur leider ist die Wohnung ein Chaos und ich muss es erst schaffen Struktur und Ordnung herzustellen, dann kann ich das wieder machen. Ich freue mich schon darauf!
Also, nun habe ich alles Wesentliche erwähnt und ich hoffe, dass ich bald ein Bett bei Ihnen bekomme!
Ich habe morgen noch ein Klassentreffen, ich habe die Leute 25 Jahre nicht gesehen und freue mich sehr darauf. Soziale Kontakte sind enorm wichtig für mich, besonders weil ich mich nun endgültig von meinem Exfreund Andreas getrennt habe. Ich schaffe es auch ohne ihn, da bin ich mir sicher. Es wäre schön, wenn ich in der Menterschwaige mit Menschen in Kontakt komme, dann kann ich mich noch besser aus dieser schwierigen Beziehung heraus entwickeln. es gibt diverse Möglichkeiten für mich wo ich Leute kennenlernen kann, wenn ich aus dem Haus gehen kann.
Vielen Dank fürs Lesen!
 
Ihre Isabella Feenstaub
   

Donnerstag, 18. Oktober 2012

Süchtig nach Tavor und Internet....

‎Donnerstag, ‎18. ‎Oktober ‎2012

Ich hatte heute keinen guten Tag, war mit den Nerven völlig am Ende, weil mein Ex mein Laptop nicht rausrücken wollte. Er sagte wir müssen uns nach ihm richten. Wenn ich das Laptop habe, werde ich es aufschrauben und innen saubermachen, denn wegen dem Dreck der sich drinnen ansammelt wird es so heiss und startet nicht mehr und macht Probleme. Wenn ich es morgen nicht bekomme oder es nicht funktioniert, dann kaufe ich am Freitag ein nagelneues bei saturn oder mediamarkt. Das gebrauchte Laptop, dass ich bei ebay gekauft habe ist Schrott, anscheinend ist die Festplatte hinüber.

Ich hatte heute nur noch 1 mg Tavor, doch ich habe es wirklich gebraucht. Habe eine Reisetasche gepackt um damit wieder ins Krankenhaus zu gehen. Lieber wäre es mir wenn Mama mir mein Tavor wiedergibt und ich dann zum Klassentreffen gehen kann am Samstag. Das wäre mir am liebsten. Das Tavor heute tut mir so richtig gut. Es ist eine so schöne Droge, es hilft mir wirklich etwas auf die Reihe zu bekommen. Natürlich ist es keine langfristige Dauerlösung, da es nach einer gewissen Zeit von einigen Wochen oder Monaten seine Wirkung verliert und man mehr davon braucht. Das haben Drogen so an sich. Aber ich denke für ein paar Tage zur Überbrückung wäre es jetzt ideal.

Soviel zu den Neuigkeiten aus dem Hause Feenstaub

Samstag, 13. Oktober 2012

Nochmal Therapie - Psychoanalyse

‎Freitag, ‎12. ‎Oktober ‎2012
Sehr geehrter Herr Dr. Hermelink, sehr geehrter Herr Dr. Gussek,
Derzeit habe ich schlimme Depressionen und es fällt mir schwer etwas positiv zu formulieren. Herr Dr. Hermelink fragte mich am Telefon, was ich in der Therapie erreichen möchte und ich konnte spontan nur an "keine Depressionen, keine Angstzustände" denken.
Ich wünsche mir eine psychische Stabilität um meinen Alltag zu bewältigen sowie Aufbau von Strukturen.
Ich möchte gerne:
Menschen um mich herum, neue soziale Kontakte.
Abgrenzung von meinem Exfreund.
Lernen ohne Valium auszukommen.
Aufräumen neu lernen.
Depressionen überwinden.
richtigen Umgang mit Panikattacken. (Ideen von Heiligenfeld)
meinen Dawanda-Shop im Internet aufbauen.
weiterhin Fremdsprachen unterrichten, eventuell sogar Hausbesuche machen.
mehr Schmuck basteln mit den Perlen, die mir soviel Freude machen.
Mit besten Grüssen
Isabella Feenstaub

Freitag, 7. September 2012

Entgleisung



Donnerstag, 6. September 2012
Sehr geehrter Herr Dr. B., sehr geehrte Frau S. !
Kann man mit einer gelben Karte noch geheilt werden?
Die Verwarnung von gestern sitzt mir tief in den Knochen. Ich fühle mich abgelehnt und ungeliebt. Ausserdem befürchte ich, dass ich Probleme habe in die Gruppen zu gehen, wenn einem der Ausgang versperrt wird. Gestern haben meine Mitpatienten in der Kerngruppe sehr viel emotionalen Ballast abgeworfen. Leider habe ich Abgrenzungsprobleme und ich konnte das nicht mehr verarbeiten. Deshalb wollte ich gerne sprechen, ich wollte gar nicht sofort den Raum verlassen. Leider durfte ich nicht sprechen, deshalb habe ich es nicht mehr ausgehalten und wollte gerne raus. Das wurde mir verweigert und ich war in einer extrem angespannten Situation. Ich setzte mich in die Ecke und versuchte abzuschalten um nicht durchzudrehen. Ich nahm mein Handy um auf die Uhr zu schauen, nichts weiter. Da kam die Therapeutin angerast und hat mir mit Gewalt das Handy weggenommen. Dies war ein Angriff auf meinen persönlichen Schutzraum und praktisch eine Kriegserklärung. Dann wollte ich wieder den Raum verlassen und war schon sehr ausser mir, ich war extrem angespannt. Die Therapeutin stellte sich mir in den Weg und da bin ich leider explodiert und hatte einen Wutausbruch. Die ganzen übergekübelten Emotionen brachen aus mir heraus.
Mir stellt sich nun die Frage, wie ich eine solche Situation vermeiden könnte. Wie kann ich damit umgehen, wenn mir die entgleisten Emotionen der anderen zuviel werden? Oropax? Es ist mir wirklich noch nicht klar, wie man sich abgrenzt.
Gestern hat eine Mitpatientin sich mir gegenüber abgegrenzt. Ich fragte sie, wo sie die Aquarellfarben gekauft hat und sie sagte, sie will nicht mehr mit mir sprechen. „Hast Du das jetzt verstanden???“ Das fand ich sehr hart und gemein und es hat mich tief verletzt. Abgrenzung bedeutet also Verletzung der anderen?
Bitte helfen Sie mir!

Bitte um besseres Antidepressivum



Sonntag, 2. September 2012
Lieber Herr L. ,
ich bin nun schon seit 10 Tagen in Ihrer Klinik aber leider haben sich die Depressionen und Antriebsstörungen nicht gebessert. Es gibt Dinge, die mir nach wie vor sehr schwer fallen und meine Stimmung ist oft resigniert bis schmerzhaft verzerrt.
Seit einigen Jahren bin ich auf der Suche nach einem Antidepressivum, das auch anschlägt und hilft und hatte damit bisher kein Glück. Meinem Gefühl nach wäre vielleicht Fluoxetin einen Versuch wert, das hat mir früher schon einmal geholfen. Vielleicht haben Sie eine bessere Idee?
Es wäre natürlich schön, wenn man das Problem therapeutisch lösen könnte und man die Depression mit Sozialenergie heilen könnte. Wenn ich gute und warmherzige Kontakte zu meinen Mitpatienten habe, so kann mir das nur vorübergehend helfen, wenn ich wieder alleine zuhause bin werden die alten Denkmuster wiederkommen.
Ich weiss einfach nicht mehr weiter und schwanke zwischen Verzweiflung und Resignation. Heiligenfeld war schon seit 10 Jahren meine Hoffnung auf Heilung. Jetzt sehe ich, dass hier auch nur mit Wasser gekocht wird. In den beantragten 7 Wochen werde ich nicht alle meine Probleme lösen können und ich habe grosse Angst davor, dass es nun weder einen Durchbruch noch einen Wendepunkt in meinem Leben gibt.
Sicherlich könnte ich hier noch ein paar Seiten lamentieren und jammern, doch ich denke Sie haben nun einen Eindruck von meiner Situation bekommen.
Bitte helfen Sie mir!
Beste Grüsse von Isabella Feenstaub

Erster Wochenbericht Heiligenfeld



Samstag, 1. September 2012
Der Wochenbericht
Was war gut in der letzten Woche? Was ist mir gelungen? Ziel erreicht?
Meine Medikation ist wieder stabil durch regelmässige Einnahme. Es hat gut geklappt mit dem Risperdal am Abend. Das Dominal hilft mir beim Einschlafen. Ich schlafe sehr gut, gehe oft früh ins Bett und wache am Morgen von alleine gegen 6 Uhr auf und kann den Tag ohne Stress beginnen.
Weil ich am Abend kein Zyprexa mehr nehme, gibt es auch keine Schokoladenflecken auf dem Kissen, soviel ich weiss, esse ich nachts keine Süssigkeiten mehr. Ich habe eine Packung schokolierte Erdnüsse mitgebracht, die habe ich in 10 Tagen noch nicht aufgegessen. Es ist alles eine Frage des Masshaltens.
Mein Exfreund Andi hat mir eine Nachricht auf der Mailbox hinterlassen. Er wollte wissen wie es mir geht. Ich habe darauf nicht reagiert. Ich bin immer noch sauer, dass ich mein Laptop nicht wiederbekommen habe und er offensichtlich lügt, wohin er es in Reparatur gegeben hat. Ich denke oft an ihn und bin sentimental und denke an schöne Dinge in unserer Beziehung. Leider gibt es genauso viele Dinge, die mich stören und einfach nicht weiterbringen. Es ist mein Ziel durch die Therapie Abstand von ihm zu finden.
Gab es Rückschritte oder sogar einen Rückfall (z.B. in ein altes Verhaltensmuster)?
Leider hatte ich in den ersten Tagen eine Panikattacke. Es war sehr unangenehm, ich bin aber dann in die eine Therapiegruppe gegangen und konnte durch die Steuerung meiner Aufmerksamkeit auf die Gruppe langsam die Panik reduzieren. Ich habe kein Tavor genommen, weil ich keines bekommen habe, ich habe aber danach gefragt. Ich möchte gerne lernen durch mentale Arbeit mit den Techniken der Selbststeuerungsgruppe diese Zustände selbst und ohne Medikamente in den Griff zu bekommen.
Was ist der nächste Schritt für die kommende Woche, was nehme ich mir vor?
Ich möchte so gut es geht an allen Therapien teilnehmen. Es ist vielleicht nicht einfach, aber es ist machbar. Das habe ich am Anfang mir gar nicht zugetraut, doch es geht.
Ich nehme mir vor etwas mehr Körperpflege zu betreiben. Ich nehme mir vor in den Pausen oder am Abend ein bisschen Schmuck zu basteln. Das macht mir dann immer Freude und gibt mir ein Gefühl der Befriedigung wenn ich eine Kette oder ein Paar Ohrringe fertig habe. Ich darf mich dabei nicht unter Druck setzen, trotzdem ist es ein gutes Barometer für meine Antriebsstörungen. Hier gibt es ein Gerüst von Aussen, in dass ich mich fallen lassen kann. Es wäre gut zuhause selbst wieder mal einen Stundenplan aufzustellen und zu versuchen alleine eine Struktur zu bilden.
Mit Herrn L. möchte ich gerne nochmal über die Medikamente sprechen, ob vielleicht Fluoxetin geeignet wäre, meine Antriebsstörungen und Blockaden aufzulösen. Ich möchte gerne ein anderes Antidepressivum ausprobieren.
Welche Unterstützung brauche ich, um den nächsten Schritt gehen zu können?
Ich hätte gerne mehr den Fokus auf meine Probleme im Speziellen. Dazu gehören die Panik- und Antriebsstörungen. Auch den Kaufrausch und die Messieproblematik möchte ich gerne thematisieren. Es gibt ja leider nur 20 Minuten Einzelgespräch die Woche, also muss ich meine Themen in der Gruppentherapie mit der Kerngruppe einbringen.
Weitere wichtige Erfahrungen in der vergangenen Woche. Welche Begegnungen haben mir gut getan? Was war für mich im Sinne einer neuen Entwicklung?
Der Umgang mit Körperkontakt ist hier anders als in meinen bisherigen Therapien. Ich habe zwei Begegnungen deutlich wahr genommen und mich gewundert wie Liebe fliessen kann ausserhalb von klassischen Liebesbeziehungen. Ich werde das in den Kontakt mit meinen Schülern einbauen und ihnen zumindest die Hand schütteln vor und nach dem Unterricht. Es schafft eine gute Basis wenn der Körperkontakt von Herzen kommt.




Mittwoch, 22. August 2012

Heiligenfeld - Meine Ziele und Wünsche für die Therapie


‎Mittwoch, ‎22. ‎August ‎2012

Meine Ziele und Wünsche für die Therapie in Heiligenfeld

Ich möchte mein Kaufrauschverhalten verändern. Wenn ich etwas kaufe, dann gibt es mir ein gutes Gefühl, weil ich am Geldfluss beteiligt bin. Ich trage oft Goldflusssteine, aber es könnte sein, dass ich dann mehr Geld ausgebe als ich einnehme. Im August ist es bisher besonders schlimm, dass ich über 100 Euro im Minus bin. Ich achte darauf, dass ich immer im Minus bin in meinem Geschäftskonto, dann kann mir kein Amt etwas wegnehmen. Allerdings wäre es mal gut, wenn ich nur 20 Euro im Minus bin.

Ich möchte gerne abnehmen, wenn es geht ein Diätessen. Es wäre gut wenn ich statt Zyprexa nur noch Risperdal nehmen könnte. Ein Neuroleptikum ist für mich enorm wichtig, da ich zu Psychosen neige und dies für mich oft fatale Folgen hat.

Ich will mich definitiv von Andreas trennen. Er ist ein Zuhälter und er schafft es nicht sich zu ändern. Er sagt immer wie sehr er mich liebt. Ich habe ihm mein Laptop gegeben, er wollte es reparieren lassen von einem Herrn Lemberger. Ich habe schliesslich dort angerufen und es gibt nur diesen Lemberger IT Service. Herr Lemberger hat Andreas seit drei Jahren nicht gesehen. Andreas lügt oft, ich beobachte das auch, wenn er mit anderen Menschen Kontakt hat.

Ich möchte gerne meine Wohnung aufräumen. Leider fühle ich mich oft überfordert, weil ich so viele Sachen habe und mir die Struktur, der Antrieb und der Überblick fehlt. Ich hoffe ich kann das betreiben, wenn ich wieder zuhause bin.

Ich leide oft unter einem negativen Druck, Angstzuständen und Depressionen. Ich habe Blockaden in meinem Handlungsspielraum und ich leide sehr darunter. Die meiste Zeit bin ich eher unfähig etwas Sinnvolles zu tun und leide unter meiner blossen Existenz.

Ich bin recht zufrieden mit meiner beruflichen Situation. Ich arbeite neben der Rente freiberuflich. Es wäre gut, wenn es tatsächlich 15 Stunden die Woche wären, das möchte ich mit Nachhilfe und Kreativem Training erreichen. Es macht mir riesig Spass das verdiente Geld wieder zu investieren in Werbung und Material. Ich bin ausgebildete und diplomierte Fremdsprachenkorrespondentin und ich gebe seit 10 Jahren Nachhilfe, habe also viel Erfahrung, Übung und Sicherheit. Ich gestalte den Unterricht wie ich will und habe viele kreative Ideen, es macht oft riesig Spass. Ich lerne immer wieder sehr interessante Menschen kennen und meine Schüler sind mir schon oft ans Herz gewachsen.

Das Kreative Training liegt mir sehr am Herzen und ich verstehe nicht, warum das nicht funktioniert. Vielleicht weil ich oft eine sehr niedrige Schwingungsfrequenz habe und nicht in der Lage bin, die passenden Leute anzuziehen. Ich bin ausgebildete Kreativitätstrainerin und hatte erst einen einzigen Kunden, der gut bezahlt hat, nämlich 60 Euro die Stunde. Davon möchte ich gerne mehr haben.

Dienstag, 19. Juni 2012

Hallo liebe Leser,

ich bin hier in der Ergotherapie der Uniklinik und mache einen Benzoentzug. Das ist sehr schwer. Ich habe jeden Morgen wenn ich aufwache starke Spannungszustände mit negativem Druck, Konzentrationsstörungen, Panikzuständen und negativen Gedanken und Gefühlen. Im Laufe des Vormittags wird es manchmal etwas besser.

Meine Angstzustände müssen behandelt werden. Ich weiss nicht einmal vor was ich Angst habe. Angst vor Misserfolg, Angst Fehler zu machen, Angst vor einer Atombombe, Angst das Bewusstsein zu verlieren, Angst vor der Angst. Die Angst ist so chronisch und generalisiert, dass ich keinen direkten Bezug herstellen kann. Ich rate nur.

Gleichzeitig und täglich habe ich auch depressive Symptome. Alles ist sinnlos und für die Katz. Ich verliere den Bezug zu meinen Kunstwerken, meinen Talenten und Begabungen.

Morgen soll ich bei der Krankenkasse anrufen wegen meinem Rehaantrag für Heiligenfeld. Es wäre gut wenn ich nach der Entgiftung sehr bald die Therapie dort anfangen kann.

Ich möchte gerne lernen mental meine Zustände beeinflussen zu können. Ich versuche es schon mit der Atmung, mich auf die Atmung zu konzentrieren, tief in den Bauch und langsam zu atmen.

Hoffentlich kann ich noch andere Techniken üben um mein Bewusstsein besser steuern zu können und meine Aufmerksamkeit bewusst auf konstruktive Gedanken zu lenken.

Eure Isabella Feenstaub